Happy End-Geschichte von BASS – jetzt KALLI

Am 10.11.2017 durfte ich La Linea mit meinen Freunden verlassen. Am 11.11. wurde meinen neuen Menschen „übergeben“, direkt aus dem Transporter hinein in die weichen Arme. Trotzdem … Ich zitterte und war starr vor Angst, meine Augen waren groß.

Im Auto bei meinem „neuen“ Mensch saßen wir beide hinten und konnte ich schon erahnen, dass nun alles gut wird, wurde gestreichelt und beruhigt, durfte mich anlehnen und konnte ein wenig schlafen und wir fuhren direkt bis Rendsburg, wo ich nun wohne.

In meinem neuen Heim angekommen war ich sehr aufgeregt und habe auch ein paar Tage gebraucht, um stubenrein zu werden – woher sollte ich auch wissen, dass ich nun mehrmals täglich „Gassi“ gehe und wo ich hinmachen darf und wo nicht …

Aber die größte Hürde dafür war die große schwarze Treppe. Mein Frauchen hats aber dann doch geschafft, mich zu überzeugen, dass ich die genauso prima bewältigen kann wie ein Mensch. Da war ich seeeehr stolz!

Ich schlafe sehr sehr gern. Überall, am liebsten AUF meinen Menschen Frauchen, Oma und Opa.

Die Familie, Freunde und Kollegen meines Menschen mögen mich auch alle sehr, auch die Nachbarn grüßen mich immer und irgendwer hat IMMER ein liebes Wort, ein Leckerli… Ich freue mich morgens schon auf das Büro, da habe ich viel Platz und Mama spielt nach dem Mittagsgassi-Gang immernoch „jagen“ im Garten mit mir. DAS finde ich zu toll!

Das Spielen mit Spielzeug und mit den Menschen musste ich erst lernen, aber nun gibts kein Halten mehr! Vor allem wenn es was mit Futter drin gibt… oder Fell dran … oder wenn es sich bewegt … oder kullert… ach eigentlich ist alles spannend! Mama hat mir da was gebastelt, DAS krieg ich nich‘ so schnell kaputt sagt sie. DAS werden wir noch sehen aber es scheint sie hat Recht…

Mama sagt aber auch, meine Pupse stinken wie Hölle??? … Stüüüümmmmmmt, hehehe… voll gut, oder??? Naja, mein Darm ist ggf von der Antibiotika-Kur etwas im Eimer, die ich wegen meiner Anaplasmose machen musste, das wird schon wieder! Sie nennt mich manchmal PUPSI oder KALLUPUPS oder STINKER … Ich überhöre das einfach.

Nun sind wir auch schon in der Hundeschule. Aber ich weiß nicht, warum … Denn ICH muss da nicht hin. Aber mein Frauchen, denn die will ja dass ich … Fuß gehe oder „HIERHER“ komme oder … HOPP mache … tstststs… Jedenfalls kann ich das alles sehr sehr schnell, wenn man es mir nur richtig erklärt und sogar die Trainerin meinte, sie könne mich direkt wegklauen. DAS fasse ich mal als Kompliment auf und hoffe, meine Mama passt gut auf mich auf, denn ich mag die ganz schön dolle.

Ich kann schon geduldig auf mein Essen warten, mache HALT an der Straße wenn Mama das sagt, WARTE bis sie WEITER sagt… kann Sitz und laufe nicht mehr ganz so Zickzack an der Leine und lasse sie nun auch führen, seit ich weiß, was sie von mir will ..l (Soll sie doch, ich mach eh was ich will, ich bin ja schließlich gaaaaaaaaaaanz plietsch!).

Und Frauchen war ganz begeistert, dass ich für das große Geschäft am liebsten ins Gebüsch gehe. Die Hunde hier haben aber auch echt keine Manieren!

Autofahren finde ich auch gaaaaaaaanz toll und ich pass auch immer auf, wo Frauchen hinfährt!!! Und wenn es draußen ungemütlich ist, verstehe ich manchmal nicht, warum ich jetzt aussteigen soll, wo es doch soooo gemütlich ist und warm und kuschelig … im Auto …

Und wenn wir zu Risko fahren oder es zur Hundewiese geht, oder zu Oma+Opa… das merk ich langsam schon und freu mich sehr!

Mein Frauchen ist manchmal noch unsicher. Aber sie gibt sich so sehr Mühe wie ich auch und alle sagen, man merkt dass wir zusammengehören und dass wir uns sehr lieb haben. Sie ist manchmal ganz schön streng, au weia … und nicht immer kann ich sie um den Finger wickeln. Aber sie ist auch soooo lieb und mindestens so frech wie ich.

Manchmal macht sie auch Späßchen mit mir: sie jagt mich durchs Büro oder spielt draußen Fangen mit mir, zieht mir ein Kopftuch oder die Weihnachtsmütze an, was ich ÜBERHAUPT nicht witzig finde …. Oder bringt mir so komisches Zeugs bei wie „high 5“ oder „Guten Tag-sagen“ … Und ich muss nun Sachen anziehen. Oder sie versteckt Futter in diesem Fransenteppich oder macht sich über meine Füße lustig … Grmpf …

Ich werde hier aber trotzdem sehr geliebt, kann wieder vertrauen und wieder ganz ich sein. Mein Selbstbewusstsein wächst sehr schnell, sagt Mama. Ich bin hier glücklich. Und ich glaub mein Frauchen braucht mich ebenso wie ich sie. Wir sind schon n tolles Team und viele sagen, wir seien sehr harmonisch und hätten uns gesucht und gefunden. Ja, das glaube ich auch.

Danke, an alle, die uns geholfen haben, zueinander zu finden. Ich wünsche allen Hunden in La Linea, dass sie auch ein schönes neues zu Hause finden!

Liebe Menschen, traut euch, uns „gebrauchten“ Hunde aufzunehmen. Wir werden euch das nie vergessen und treue Gefährten sein.

Alles Liebe und Gute, euer Kalli