Die Happy End-Geschichte von ROMEO

Die ganze Geschichte fängt erstmal sehr traurig an. Wir hatten unseren Aris im Mai 2013 aus dem Tierheim München zu uns nach Hause geholt. Ein blauer Dobermann, Ohrrandnekrose und entzündete Augen. Nach drei Monaten stand er TOP da. Ein echter Quatschi, einfach ein cooler Typ und glücklich ein eigenes zu Hause zu haben. Das war für uns die Bestätigung, dass es nicht ein Welpe vom Züchter sein muss. Unser Herz schlägt für die Notnasen, die einfach ein schönes, liebevolles zu Hause suchen und dies mit großer Dankbarkeit honorieren. Als wir unseren Liebling mit 9 Jahren und 7 Monaten aufgrund von Knochenkrebs verloren, war dies ein riesen Schock für uns. Die Welt brach für uns zusammen.

Es war jedoch klar, dass wir irgendwann wieder einen Dobermann aus der Nothilfe zu uns nehmen würden, aber erst viel, viel später – so war zumindest der Plan.

Aus Neugier schaute ich doch bei der Dobermann Nothilfe (externe Vermittlungen) vorbei, nur ein bisschen informieren wollte ich mich. Und was passierte? Ich sah Romeo (Vermittlung über die SALVA Hundehilfe) und es war Liebe auf den ersten Blick – wie damals bei Aris. Damit war alles klar:

Das Telefon wurde geschnappt, Andrea Funk unter der angegebenen Nummer kontaktiert, wir haben uns vorgestellt, direkt die Selbstauskunft ausgefüllt und weggeschickt.

Eine Woche später kam Frau Ali zur Vorkontrolle, um Romeos neues zu Hause anzusehen. Sie war begeistert, alles war bereits vorbereitet und somit hätte er direkt einziehen können.

Doch dann erreichte uns eine verstörende Nachricht von Andrea Funk – Romeo sei in der Tierklinik und so wie es aussah hat er ernste Probleme mit seinen Nieren. Dies war ein Schlag ins Gesicht für uns – Können wir uns wirklich vorstellen einen Hund aufzunehmen, der sterbenskrank ist, den wir nur noch auf seinem letzten Weg begleiten können und nach vielleicht ganz kurzer Zeit wieder gehen lassen müssen? Eine halbe Stunde Familienrat ergab aber das Ergebnis, dass wir uns darauf einlassen wollen und den Hund trotzdem aufnehmen möchten, denn die Hauptsache war, dass er Polen verlassen kann. Er sollte noch ein schönes Zuhause haben, denn ein Dobermann im polnischen Tierheim, wo doch der Winter erst einbrechen wird, ist unvorstellbar.

Doch dann ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, denn es stellte sich heraus, dass Romeo „nur“ eine behandelbare Blasenentzündung hatte. Um ihn noch weitere Strapazen zu ersparen haben wir auf das Fellnasentaxi verzichtet und sind von München nach Hannover gefahren. Seit dem 26.11.2017 ist er endlich bei uns. Er hat sein Ticket ins Glück gelöst – wieder ein JACKPOTT – für Ihn und auch für uns. Wir sind sooooo glücklich wieder einen coolen Typen im Haus zu haben.

Vielen Dank an Andrea und das SALVA Hundehilfe Team. Euer Engagement ist einfach der Wahnsinn. Es macht uns so glücklich zu wissen, dass es solche Menschen wie Euch noch gibt.