Happy End-Geschichte von SOCKE

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mich mal melden und erzählen wie es mir so geht. Ich habe mich bei meiner neuen Familie jetzt schon gut eingelebt und eine Menge erlebt.

Neuerdings habe ich schon wieder zwei neue Namen, erst war ich der Lucho, dann die Socke. Jetzt heiße ich auf einmal Nervensäge oder auch kleiner Quälgeist. So richtig Verständnis habe ich dafür natürlich nicht.

Eine ganz tolle Erfahrung in meinem neuen Lebensabschnitt ist, dass ich meine neue Welt schon ohne Leine erkunden darf, wenn ich mit meinem Herrchen spazieren gehe. Ich glaube mein Herrchen ist darüber sehr froh und ich natürlich noch mehr. Eigentlich höre ich ja auch wirklich gut, zumindest denke ich das, aber natürlich ist das Ansichtssache. Wenn ich erkenne, dass es wieder heimwärts geht, dann laufen meine Füßchen immer schneller und der Abstand zu meinem Herrchen wird immer größer – natürlich nur, weil ich mich so sehr auf die Anderen freue. Nur mein Herrchen sieht dann nicht mehr ganz so glücklich aus und das Ende vom Lied ist – ich muss ganz dicht bei ihm laufen und ständig heißt es „nein“ und „Fuß“.

Zu Hause erzählt er dann, dass er damit auch schon ganz zufrieden ist und ich das in so kurzer Zeit schon ganz prima mache – ich könnte darauf verzichten.

Schlafen tue ich jetzt immer bei meinem Frauchen. Da steht ein schönes Körbchen nur für mich mit vielen Decken und Kissen, dennoch habe ich aber erst noch probiert wo anders zu schlafen, denn hier gibt einfach zu viele Möglichkeiten. Einmal habe ich es sogar im Bett probiert, aber da bin ich sofort rausgeflogen, was ich ja unmöglich fand.

Am Wochenende habe ich noch ein paar neue Dinge kennengelernt, die sich Boulette und Wiener Würstchen nennen. Man das sind echte Freunde von mir geworden, die können öfter mal vorbeischauen, total lecker.

Beim Fressen muss ich mich nicht mehr so beeilen, da ich mir das schon viel besser einteilen kann. Natürlich hat mein Herrchen gleich wieder was auszusetzen, denn er meint jetzt kommt der große Trickser bei mir hervor – Für mein Herz muss ich Medikamente nehmen, die ich nicht sehr gerne mag und mein Herrchen vermutet, dass ich diese Pillen nun leichter aussortieren kann, weil ich nicht mehr so gierig bin…die Tee- oder Leberwurst schmeckt einfach auch viel besser ohne diese Pillen.

Herrchen und Frauchen sehen das wohl als einen Wettbewerb und versuchen mich auch immer wieder aufs Neue auszutricksen und lassen sich was einfallen, damit ich die blöden Pillen trotzdem einnehme.

Gestern ist noch etwas Tolles passiert – meine Ausweisdokumente sind hier eingetroffen und Herrchen hat gesagt mein Ausweis ist ja schicker ist als sein eigener. Am Abend ist er dann gleich zum Rathaus und hat mich angemeldet und jetzt habe ich so eine schicke Marke wie die anderen Hunde auch, auf die ich sehr stolz bin.

Erst hieß es sogar, dass falls ich über 40 cm groß bin, mein Herrchen ein Führungszeugnis braucht, dabei bin ich doch so stolz, dass ich 43cm groß bin. Herrchen meinte „Ach je, wer weiß, ob die in Spanien richtig messen können“ und die Frau vom Amt hat mitgelacht und gesagt na bestimmt bin ich nur 39cm groß und es reicht wenn ich nur steuerlich gemeldet werde und hat dann einen schönen Abend gewünscht. Naja mein Abend war nach der Degradierung nicht mehr so schön, aber was solls.

Andere Hundefreunde habe ich noch nicht gefunden, also so einen richtig dicken Kumpel meine ich, aber das wird bestimmt noch. Dafür habe ich aber auch keinen Stress mit anderen Hunden. Wenn ich etwas nicht mag, dann gebe ich das zu erkennen und dann lassen sie mich in Ruhe.

Was ich natürlich nicht vergessen darf – ich warte noch auf meinen Führerschein aus Spanien, damit ich den umschreiben lassen kann. Ich habe hier einfach erzählt, dass ich Autofahren kann und setzte mich provokativ hinter das Lenkrad und weigere mich auszusteigen.

So das war es erstmal für heute und ich hoffe ich habe nichts Wichtiges vergessen. Ich schicke euch noch ein paar Fotos mit. Die Videos, wie ich das Leben entdecke, sind zwar schöner, aber die sind von der Datenmenge zu groß.

Herrchen hatte keine Lust mal zu schauen, ob ich alles richtig geschrieben habe, also nehmt es einfach mal so hin. Er lässt euch noch schön grüßen. Ich trage euch noch immer im Herzen und vergesse nicht, was ihr für mich getan habt.

Drück mal den Toby von mir ich wünsche ihm ganz doll, dass er auch bald ein schönes Zuhause hat.

Also liebe Familie Werner wir hören voneinander

Euer kleiner Quälgeist (Das Sorgenkind)
SOCKE

Erstmal mit besten Grüßen auch von Andreas Lipke