Happy End-Geschichte von SUGAR

Das ist Sugar und hier ist ihre Geschichte.

Tierheim La Linea, ein kleiner Welpe sitz da und fragt sich, was das Leben wohl noch so zu bieten hat. Wir wissen nicht wie er hier gelandet ist und was aus seiner Mutter oder Wurfgeschwistern geworden ist. Dem Aussehen nach ist bestimmt ein Malinois dabei, aber wissen tun wir es nicht. Welchen Charakter hat er? Was für Eigenschaften und Bedürfnisse bringt er mit- Fragezeichen!

Wir wohnen in Deutschland und fragen uns, ob es Zeit ist, nach vier Jahren wieder einem Hund Platz in unserem Leben zu geben. Aber wir entschließen uns gegen ein eigenes Tier. Trotzdem möchten wir als Pflegestelle kurzzeitig eine Bleibe für den Übergang bieten. Und so kommt der Kontakt mit Salva zu Stande.

Der erste Hund, auf den wir uns beworben hatten ist leider unverträglich mit Katzen. Der zweite Hund hat schneller ein neues zu Hause gefunden, als gedacht. Und dann kam, nach 2 Monaten hin und her, ein Bild mit der Beschreibung: Sugar, 4 Monate, wird nicht so groß.

Die sollte es nun Anfang Januar dann werden.

Und was soll ich sagen, schon bei Ihrer Ankunft stand fest, dass sie eine Chance bei uns bekommen soll. Die Frage war aber immer noch: verträgt sie sich mit Kind und Kegel (hier 2 Katzenmädchen).

Nach 3 Tagen wagten die Katzen schon wieder einen schnellen Besuch zu Hause. Sugar hat sich super benommen. Als zwischenzeitlich 5-monatiger Welpe hat sie aber gedacht, dass die Katzen wohl auch Welpen sind und man mit denen bestimmt prima Unsinn machen kann. Damit waren die Katzen aber noch nicht einverstanden. Sie bevorzugten einen sicheren Aussichtsplatz vom Klavier aus. Und so war es vorerst auch.

Auch die Kinder findet Sugar super und umgekehrt! Die kleinen Menschlein sind ja so nett. Sie lassen beim Essen Krümel auf den Boden fallen. Sie spielen und hüpfen herum. Ablecken kann man die leckeren Hände und Gesichter auch, wenn keiner zuschaut! Man muss eben nur schnell genug sein. Und streicheln tun einen hier sooo viele Hände. Man findet immer jemanden, der sich kümmert. Das findet Sugar natürlich ganz toll!

Auch in Haus und Garten fühlt sie sich wohl. Die haben hier eine Menge Platz! Und wo ihre Decke ist und das Futter und das Katzenfutter und das Schlafzimmer, was Treppen sind und der Fernseher… weiß sie am dritten Tag auch schon alles!

Trotzdem ist ihr auch vieles noch fremd. Treppen kannte sie gar nicht und musste lernen wie sie diese mit ihren 4 Beinen erklimmen kann. Die ersten Tage haben wir sie sicherheitshalber getragen. Ihren Tierheimgeruch ist sie trotz Bad an Tag 1 erst nach 2-3 Tagen wirklich losgeworden. Anderen Menschen gegenüber ist sie skeptisch eingestellt. Autos kennt sie nicht und schon gar keine Lastwagen, Busse und Traktoren- vor denen möchte sie am liebsten fliehen! Und dieses blöde Wort „Nein!“ das hat keine schöne Bedeutung! Das hat sie sehr schnell verstanden. Kochgeräusche, besonders die Dunstabzugshaube kann sie nicht leiden. Dafür bellt sie nicht wenn die Türglocke läutet oder Besucher kommen, aber das wird sicher nicht mehr lange dauern…

Kurzum: Wir werden jetzt nun doch eine Endstelle! Wir möchten Sugar dieses Leben, von dem sie vielleicht schon in La Linea geträumt hat geben. Wir werden ihr zeigen, dass Autos keine Monster sind, dass man nicht verlassen wird, wenn man mal eine Stunde alleine bleiben soll, dass Kinder super Spielgefährten sein können und dass auch die Katzen verstehen werden, dass sie nur spielen will. Und dann schauen wir mal weiter. Wir lassen uns alle auf dieses sehr süße Abenteuer ein und freuen uns, dass es zu diesem ungeplanten Happy End für alle gekommen ist.