Aktion gegen Herzwürmer in Bulgarien

Eleonora Kabakchieva ist eine Tierschützerin aus Plovdiv/Bulgarien, die der SALVA Hundehilfe e.V. bereits seit längerem sowohl mit Sachspenden als auch – nach unseren Möglichkeiten – Geldspenden unterstützt. Darüber hinaus versuchen wir, Eleonora bei der Vermittlung ihrer Schützlinge behilflich zu sein.

Bei Untersuchung der Hunde ist nun herausgekommen, dass ein erschreckend großer Anteil der Hunde an Ehrlichiose und Anaplasmose erkrankt ist oder von Herzwürmern befallen ist. Die beiden ersten Erkrankungen können gut und verhältnismäßig kostengünstig behandelt werden. Bei dem Befall mit Herzwürmern sieht die Lage leider kritischer aus. Die Behandlung ist komplizierter und sehr teuer. Pro Hund müssen ca. 300,- € veranschlagt werden.

Der SALVA Hundehilfe e.V. hat sich bereit erklärt hier zu unterstützen. Den Anfang bildete eine größere Geldspende, mit der die ersten Hunde behandelt werden konnten.

Ziel des SALVA Hundehilfe e.V ist nun, dass wir die geheilten Hunde in Deutschland in ein Zuhause vermitteln. Die Schutzgebühr für die Hunde beträgt 350,- €. Dieser Betrag geht dann umgehend in voller Höhe zurück nach Bulgarien, um den nächsten kranken Hund vor dem Tod zu bewahren und ihm eine Chance auf ein tolles Leben in einer Familie zu ermöglichen.

Wollen Sie direkt helfen? Dann spenden Sie mit dem Betreff „Herzwürmer“ auf das Konto des SALVA Hundehilfe e.V., IBAN: DE96 2305 1030 0510 6611 68, BIC: NOLADE21SHO, Sparkasse Südholstein.

Oder wollen Sie eine der bereits gesunden Notnasen adoptieren? Dann wenden Sie sich an Martina Henning Martina.henning@salva-hundehilfe.de.

Die ersten Erfolge konnten wir bereits verzeichnen. Die folgenden geheilten Hunde helfen nun einer kranken Notnase in Bulgarien.

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Pauline- geheilt und vermittelt

 

 

Herzwurmhund_1 Herzwurmhund_2

 

Mit Pauline’s Schutzgebühr wird Mammy gegen Herzwürmer behandelt

 

 

Update 26.9.2016

Hündin Mammys Behandlung gegen Herzwürmer

Hündin Mammy aus Bulgarien ist an Dirofilariose erkrankt. Ihre Behandlung erfolgt mittels des Arsen – Deivates „Immiticide“. Mammy hat bereits 30 Tage Antibiotika erhalten. Nun bekommt sie 2 Injektionen mit dem Präparat „Immiticide“,

Auf dem Foto sieht man, wie der behandelnde Tierarzt ihr die 1. Injektion mit Immiticide verabreicht.

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Die anderen Fotos zeigen Blutproben / Test für die Blutuntersuchung.

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Nach einer weiteren Wartezeit von 30 Tagen wird der Tierarzt eine weitere Injektion mit „Immiticide“ bei Mammy vornehmen, damit alle adulten Herzwürmer abgetötet werden.

 

Info – Text: Dirofilarise Herzwürmer

Die Herzwurmerkrankung wird auch Dirofilariose genannt. Die Ursache der Herzwurmerkrankung ist ein Parasit vom Typus der Nematoden (Fadenwürmer) namens Dirofilaria inmitis und ist allgemein als Dirofilarie bekannt.

Er lebt vor allem in den der Lunge angrenzenden großen Blutgefäßen, weshalb der Name „Herzwurm“ eigentlich irreführend ist. Ein Hund kann von einem oder von hunderten von erwachsenen Fadenwürmern befallen werden, die eine Länge von 15 – 35 cm erreichen können.

Die Herzwurmerkrankung ist in Europa hauptsächlich in den Mittelmeerländern verbreitet.

Übertragen wird Dirofilaria immitis über Stechmücken. Der weibliche Fadenwurm setzt Embryonen (Mikrofilarien) im Blut des Hundes ab. Die Stechmücke wird angesteckt, wenn sie sich vom Blut eines verseuchten Hundes nährt. Während der folgenden 10 – 15 Tagen verwandelt sich die Mikrofilarie zweimal in der Stechmücke, bis sie die infektiöse Larvenphase erreicht. Wenn die Stechmücke nun erneut Blut saugt, dringt die Larve durch den Mückenstich in den Körper des Hundes ein. Die Larve braucht ungefähr 6 Monate, um in die Lungenarterien zu wandern, ihre Geschlechtsreife zu erlangen und Mikrofilarien im Blut abzulagern.

Die Dirofilariose verursacht Schäden in den Lungenarterien und kann Herz, Leber und sogar die Nieren angreifen. Im fortgeschrittenen Stadium reduzieren sich die Chancen einer vollständigen Genesung, auch wenn durch die Behandlung alle erwachsenen Fadenwürmer aus dem Herz eliminiert werden.

Bei einer Infektion treten z.B. folgende Symptome auf: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, chronischer Husten, schnelle Ermüdung, Herzinsuffizienz.

Die Therapie ist kompliziert, da Herzwürmer zwar für Wirkstoffe wie Diethylcarbamazin oder Melarsomin prinzipiell empfänglich sind, aber bei stärkerem Befall eine Thrombose oder eine schwere anaphylaktischen Reaktion infolge des massiven Absterbens von Mikrofilarien entstehen kann. Die Behandlung wird deshalb meist mit Acetylsalicylsäure und bei schwerem Befall mit Antihistaminika kombiniert. Die operative Entfernung der Herzwürmer ist ebenfalls risikobehaftet und nur in spezialisierten Kliniken möglich. Wegen der Probleme bei der Therapie ist die Vorbeugung um so wichtiger. Eine Behandlung mit Ivermectin, Moxidectin, Selamectin oder Milbemycin vor Beginn der Urlaubsreise kann eine Infektion verhindern.

(Quelle: u.a.www.tierkardiologie.lmu.de, Wikipedia)