LATEK

Blind und humpelnd wurde Latek einfach im Wald ausgesetzt. Dort wurde er glücklicherweise von einer Tierschützerin gefunden.

Anfang September 2017 zog der jetzt 13-jährige Latek bei der Mutter eines unserer Teammitglieder als Pflegehund ein. Die Rentnerin ist alleinstehend und hatte viel Zeit, dem blinden Latek das Zurechtfinden in ihrer Wohnung, das Treppenlaufen und auch das Spazierengehen an der Leine beizubringen. In der Wohnung, in der immer alles am selben Platz steht, bewegt Latek sich so flink, dass man ihm seine Blindheit kaum anmerkt. Beim Treppenlaufen und Spazierengehen orientiert sich Latek an den akustischen Kommandos seines Pflegefrauchens.

Bei einem ersten Check beim Tierarzt wurde eine leichte Herzinsuffizienz festgestellt, die mit einem ACE-Hemmer behandelt wird. Eine Röntgenaufnahme hat ergeben, dass das Humpeln auf einen alten schlecht verheilten Beckenbruch zurückzuführen ist, der auch durch eine Operation nicht mehr gerichtet werden kann. Seit Latek Animeloxan als Dauermedikation erhält, ist er schmerzfrei und genießt seine täglichen Spaziergänge. Genauso liebt er aber auch das ausgiebige Kuscheln mit seinem Pflegefrauchen. Trotz allen Übens mag Latek aber nicht gerne allein bleiben und tut dann seinen Kummer lauthals kund. Bei seinem Pflegefrauchen muss er aber auch nie mehr als eine Stunde in der Woche allein bleiben.

Der blinde Latek und sein Pflegefrauchen, das selbst mehrere Augenoperationen hinter sich und auf einem Auge ein eingeschränktes Sehvermögen hat, bilden insoweit im wahrsten Sinne des Wortes ein „Dreamteam“. Da sich in nunmehr 2 ¾ Jahren kaum Interessenten für Latek gemeldet haben bzw die wenigen Interessenten wegen Lateks Blindheit nicht in Frage kamen, haben wir der Bitte unseres Teammitglieds, Latek und ihre Mutter nicht mehr zu trennen, nur allzu gern entsprochen. Dies umso mehr, als unser Teammitglied sämtliche anfallenden Kosten für Latek trägt.

Wir wünschen Latek und seiner Pflegemama noch viele schöne Jahre zusammen.