Happy End-Geschichte von GABBI

Hallo liebe zukünftige Adoptiveltern!

Ende Mai mussten wir leider die beste Freundin unserer Ratonero Hündin Mary ganz plötzlich über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Unsere kleine liebenswerte und und sonst so sonnige kleine Dame trauerte sehr um ihre Freundin. Wir beobachteten diese Trauer eine ganze Zeit aber es wurde nicht besser. Also beschlossen mein Mann und ich einen weiteren Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen. Wir hatten bestimmte Kriterien, die unser neues Familienmitglied erfüllen sollte. Am liebsten schon in Deutschland auf einer Pflegestelle, ein weiblicher Ratonero Bodeguero Andaluz, ca. 4 Jahre, verträglich mit Katzen und anderen Hunden. Wir stießen auf SALVA und die Notnasen. Doch der Hund, der zu uns damals zu passen schien, war bereits vermittelt. Also entschieden wir uns zu einem blind Date.

Mein Mann und ich entdeckten Gabber. Zweijährig, Rüde, Katzenverträglichkeit keine Ahnung. Zudem stellte man eine leichte Fehlstellung des rechten Vorderbeinchens fest, für uns kein Hinderungsgrund. Nachdem es ja so hervorragend mit der Übereinstimmung unserer Auswahlkriterien geklappt hatte, reiste unser Gabbi am 28.7.2017 Treffpunkt Unna an. Bei uns herrschte die reinste Aufregung und die Freude den kleinen Kerl endlich in Empfang nehmen zu könne war riesig. Unsere Mary war selbstverständlich mit von der Partie. Endlich kam der Transport. Nacheinander wurden die ehemaligen Notnasen ihren neuen Eltern übergeben. Bei dem einen herrschte Gelassenheit, der andere zeigte erst mal Schockstarre, die sich aber schnell legte. Dann wären endlich wir änder Reihe.

Bei Gabbi weder Gelassenheit, noch Schockstarre sondern die blanke Panik. Ein Kennenlernen war nicht möglich. Also erst einmal mit dem Kerl raus aus dem Gewusel und ab zum Auto und in die Transportbox. Dort kam er zur Ruhe, bekam Wasser und seine erste kleine Nahrung nach der langen Reise. Mary und er beschnupperten sich auf der einstündigen Heimreise. Zu Hause angekommen, trugen wir ihn samt Box ins Haus, wo er dann endlich ankommen dürfte. Er verließ die Box und zeigte auf einmal uns allen gegenüber keine Angst mehr. Wir waren echt froh, dass alles doch so unproblematisch zu sein schien. Von wegen. Der erste Spaziergang und das erste Zusammentreffen mit anderen Hunden zeigte ihn als Leinenpöbler. Aber wir Konnten ihn noch nicht ableinen. Es war wirklich schlimm. Auch das Thema Katzen, zum Heulen. Er war ein Katzenjäger vom Feinsten. Aber die Krönung war als er uns gegenüber mit Beissattacken anfing den Chef raushängen lassen zu wollen. Ganz ehrlich, das war nicht das was wir gewollt hatten. Wir kennen seine Vorgeschichte nicht und wissen nicht was dem Kerl widerfahren ist. Wir arbeiteten und arbeiten mit ihm und er macht mit. Man merkt eigentlich möchte er nicht so sein. Wir waren wirklich ganz knapp davor uns von ihm zu trennen. Wir haben es nicht getan und werden es auch nicht. Es gab so viele Zweifler in unserem Umfeld, die uns für verrückt gehalten haben diesen Hund zu behalten. Aber nach nun 4 Monaten harter Arbeit und auch die ein oder andere vergossene Träne der Verzweiflung haben sich bezahlt gemacht. Unsere Spaziergänge sind total entspannt, Katzen jagen ist auch nicht mehr und die Beissattacken fast ausgemerzt. Wir sind auf dem richtigen Weg.

Auch die größten Zweifler ziehen mittlerweile den heut vor uns, weil wir nicht aufgegeben haben und auch nicht aufgeben werden. Sie sehen die Wandlung, die unser Hundemann durchmacht. Wir brauchen alle Zeit. Einer mehr, der andere weniger. Unser Gabbi bekommt alle Zeit die er braucht. Ich möchte auf diesem Weg bitten nicht so schnell aufzugeben. Eure Notnase wird es Euch danken. Wir wissen wirklich wovon wir reden und auch SALVA kann ein Liedchen von uns singen und haben mitgefiebert wohin die Reise mit uns gehen wird. Aber unsere Geschichte hat ein happy End. Gabbi bleibt!!! Danke SALVA für unseren Hundemann und Eure Unterstützung, wenn man Hilfe brauchte. Aber unser ganz besonderer Dank gilt Andrea Funk 😉.

Zögert also nicht eine Notnase aufzunehmen.