Happy End-Geschichte von MOE (ehemals Alexander)

OHANA heißt Familie….

Meine fünf Geschwister und ich – gerade mal ein paar Wochen alt – wurden ganz verlassen auf den Straßen Malagas gefunden. Gott sei Dank! Wir kamen zu den lieben Leuten nach ‚La Linea‘ die uns aufpäppelten und uns ein neues Zuhause gaben.

Wir wuchsen und gedeihten prächtig. Allesamt bekamen wir echt abgefahrene Namen. Ich hieß damals noch Alexander.
Und wir konnten auf einmal ganz normale Welpen sein: fressen, schlafen, spielen und alles wieder von vorn!

happyend_moe_ankunftDann waren plötzlich vier von meinen Geschwistern einfach verschwunden. Jetzt waren wir zwei einsame Kämpfer unter den anderen traurigen Seelen und ich Begriff so langsam, dass es hier nur darum geht, von einem neuen Zuhause zu träumen und zu hoffen dass man bald abgeholt wird. Versteht mich nicht falsch! ‚La Linea‘ ist toll und die Menschen vor Ort sehr lieb und immer bemüht. Aber es gibt dort einfach ganz, ganz viele von uns, um die sie sich kümmern müssen und es kommen ja auch immer mehr….

Dann war er da! Der Tag an dem ich mir nichts, dir nichts in eine Box gesteckt wurde und mit dem Auto Richtung Deutschland gefahren bin. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend das ist!
Ich bin dann am 27.08.2016 in Hannover angekommen. Hunrig, durstig, leicht verstört und ziemlich dreckig…. Naja und dann stand sie da, so eine komische Zweibeinerin, die sich scheinbar tierisch gefreut hat mich zu sehen…. Wieso? Weshalb? KEINE AHNUNG!

happyend_moe_heimfahrtIrgendwie haben sie es dann doch geschafft mich aus dem Transporter zu bekommen und ich bin mit dem Menschen gaaaaaaaanz langsam mitgelaufen. Scheinbar gehörte zu ihr noch ein Zweibeiner und der hat mit einem Hund etwas weiter hinten auf dem Parkplatz gewartet. Wäre ich nicht so verstört von der Fahrt gewesen, hätte ich wohl viel eher realisiert, dass es sich bei dem Hund um meine Schwester ‚Hanna‘ handelt. Und hätte ich nicht so gestunken, hätte sie sich bestimmt auch viel mehr gefreut, mich wieder zu sehen….

In meinem neuen Zuhause angekommen, wurde ich erst mal in die Wanne gesteckt und geschrubbt. Ich bekam den Namen MOE (genauso hawaiianisch wie der von meiner Schwester) und meinen Freiraum, mich erst mal zurück zu ziehen.

happyend_moe_urlaubchaosViel Zeit zum Erholen hatte ich dann doch nicht so ganz, da wir zwei Tage später in den –wie nennen es die Menschen noch? – Urlaub gefahren sind.
Wir waren jeden Tag ganz lange am Kanal entlang spazieren, haben die warme Sonne genossen und etwas im Wasser geplanscht.
Leute glaubt mir, SO VIEL bin ich in meinem bisherigen Leben nicht am Stück gelaufen! Vier Stunden am Stück! VIER!!!!
Und zurück im Hotel gab es auch keine Verschnaufpause, weil die Menschen dann Essen gehen wollten und wir mit mussten….

happyend_moe_familieWährend Malu (so heißt meine Schwester jetzt) sich viele Kuscheleinheiten abgeholt hat, habe ich das ganze erst einmal etwas auf Sparflamme gehalten. Wobei ich mit Zweibeinern schon mehr anfangen konnte, als mit irgendwelchen Vierbeinern. Aber extrem kuscheln und knutschen ging dann doch deutlich zu weit!

Meine Anfangsmotivation hat ist dann plötzlich ganz schnell verflogen und noch nie gekannte Ängste kamen in mir hoch.
Was ist, wenn mich die Menschen doch nicht mehr wollen? Wo gehen sie denn hin und warum sagen sie nicht, dass ich mitkommen soll? Ich wohne ja auch in dieser Wohnung…
Was sind das für dunkle Klötze am Straßenrand? Greifen sie mich und meinen Menschen an?
Wieso kommen da jetzt Leute? Müssen die hier langlaufen?

Kurz gesagt, ich hatte etwas Angst und alles war doof!
Spielen im Hundepark doof! Neues Futter doof! Zu viel kuscheln doof! Viel laufen doof! Nicht mehr im Bett schlafen doof!
Eigentlich wollte ich nur allein sein und SCHLAFEN!!!!

happyend_moe_lifeJetzt ist es November. Ich bin also fast 3 Monate an der Nordseeküste. Meine Menschen habe ich mittlerweile genauso lieb gewonnen, wie meine Schwester Malu.

Ich renne gern und mit anderen Hunden spielen ist genauso toll. Zuhause haben wir beiden ziemlich viel Blödsinn im Kopf und einige Möbelstücke, Hundekissen, Lebensmittel und Bonushefte uvm. durften dran glauben.

Wir haben auch ein neues Zuhause gefunden. Eine viel größere und tollere Wohnung, die ganz in der Nähe von einem Park ist.
Auch der Hundepark ist klasse und ich habe schon viele neue Freunde gefunden! Außerdem kann ich da immer schwimmen gehen oder durchs Wasser flitzen!
Abends kommen die Menschen abwechselnd zu uns in die Hundebetten und wir kuscheln noch einmal bevor geschlafen wird. Auch das gefällt mir immer besser!

Ich bin den Leuten aus ‚La Linea‘ und auch Andrea von der Salva Hundehilfe sehr dankbar, was sie in meinem jungen Leben schon alles getan haben! Auch wenn meine Fellnasen-Geschwister nicht mehr alle bei mir sind, weiß ich was heißt eine richtige Familie zu haben und wo angekommen zu sein!!!