Happy End-Geschichte von PAULA

Wir wollten keinen zweiten Hund! Das mal vorneweg. Generell nicht und im Herbst 2016 sowieso gleich gar nicht! Mila lebte mittlerweile ein gutes dreiviertel Jahr bei uns, wir wollten in 1,5 Monaten in unser Haus ziehen und waren aktuell dabei unseren Kram einzupacken. Ich steckte mitten in einer Weiterbildung und sollte vor dem Umzug noch für eine Woche nach Berlin zum Seminar fahren. Alles war geplant und organisiert – und dann kam Paulchen.

Zuerst war sie nur ein Foto, in einem WhatsApp Chat mit Milas Pflegestellen-Mutti.

Furchtbare Geschichte: Hündin mit Welpen aus der Tötung gerettet- kurz vor knapp wohl. Auf den ersten Bilder, die wir von ihr haben, ist sie noch in der Tötung, sie hat kaum Fell- die Flanken sind komplett kahl, der Rest ist struppig und verdreckt. Bittend schaut sie in die Kamera. Und mir direkt ins Herz.

Am nächsten Tag ist über Martina Henning die Anfrage da, ob wir Paula (so wurde sie getauft) in Pflege nehmen können. Aber alles ist geplant… Und der Zeitpunkt so ungünstig… Und überhaupt, wie soll das generell gehen? Ein Hund kann mit ins Büro, aber zwei?? Der arme Hund hat soviel Schlechtes erlebt und dann landet sie hier als allererstes im Umzugschaos? Was machen wir, wenn sie Mila nicht mag? Oder umgekehrt? Oder wenn sie uns nicht mag? Aber dieser Blick… Zwei Wochen später ( am 05.11.16) stehen wir in Garbsen am Transporter und holen sie ab. Zur Pflege! Ganz klar!!! Wir kommen zu Hause an. Paulchen fügt sich nahtlos ein. Sie und Mila mögen sich auf Anhieb und natürlich darf ein zweiter Hund mit ins Büro!!! Von wegen Pflegestelle – die Kleine gehört zur Familie!! Den Umzug verschläft sie problemlos. Wie so vieles. Sie schläft und schläft und schläft und wenn sie das nicht tut kuschelt sie. Sie kann gar nicht genug bekommen. Im Büro (einer Beratungsstelle für suchtkranke Menschen) entwickelt sie sich zu einer großen Hilfe. Sie ist einfach da, akzeptiert jeden wie er ist und will von jedem vorbehaltlos das Gleiche- gestreichelt werden! Die Menschen erzählen ihr Dinge, die sie mir oder meinen Kollegen nie erzählt haben! Und – Jeder will sie mitnehmen. Sie ist großartig! Unsere beste Entscheidung- zusammen mit Mila!!!

Nach einem Jahr stellen wir fest, dass sie sich verändert. Die Hündin, die immer müde war, hat sich scheinbar einfach nur erholt. Mittlerweile springt und tobt und spielt sie den ganzen Tag. Sie ist ihrem Alter entsprechend lebhaft und nicht mehr zu stoppen. Niemand hält sie mehr für mindestens zehn Jahre älter als sie ist… Für uns das Schöste an der ganzen Geschichte! Sie hat soviel Lebensfreude dazu gewonnen!!!

Wir wollten keinen zweiten Hund… Heute freuen wir uns jeden Tag, dass wir mutig / verrückt oder was auch immer genug waren, uns anders zu entscheiden! Ein Leben ohne Paulchen- für Mila (und uns sowieso) undenkbar!!!

Danke SALVA Hundehilfe!!!