Nicht einmal neun Jahre durfte der kleine Orejón alt werden.
Erst vor einigen Monaten war der kleine Dackelmischling aus unserem spanischen Partnertierheim nach Deutschland gekommen. Wir wussten, dass er gesundheitliche Probleme mitbrachte.
Mehrere alte, nicht richtig verheilte Brüche im Bereich der Hinterhand und der Hüfte machten ihm das Leben schwer. Doch damals ahnten wir noch nicht, dass Orejón noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hatte.
Schon bald stellte sich heraus, dass er unter Verwachsungen und Divertikeln im Darm litt. Selbst etwas so Selbstverständliches wie sein Geschäft zu verrichten, war für Orejón mit großer Mühe verbunden. Mit Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und viel Fürsorge haben wir versucht, ihm sein Leben so leicht und beschwerdefrei wie möglich zu machen.
Woher all diese gesundheitlichen Schäden kamen, ließ sich nicht mehr eindeutig feststellen. Die verschiedenen Erklärungen, die uns von tierärztlicher Seite genannt wurden, lassen jedoch erahnen, dass Orejón in seinem früheren Leben nicht die Fürsorge und den Schutz erfahren hat, die ein Hund verdient hätte.
In den letzten Wochen verschlechterte sich sein Zustand zunehmend.
Irgendwann kam der Moment, vor dem wir uns so sehr gefürchtet hatten: Wir mussten erkennen, dass wir sein stärker werdendes Leiden nicht mehr ausreichend lindern konnten.
Und so haben wir schweren Herzens entschieden, den kleinen Hundemann gehen zu lassen.
Unser ganz besonderer Dank gilt seiner Pflegestelle. Sie hat Orejón von Herzen geliebt, ihn umsorgt und alles dafür getan, ihm noch eine möglichst lange und schöne Zeit zu schenken.
Wie sehr hätten wir uns gewünscht, dass ihnen gemeinsam mehr davon geblieben wäre.
Orejóns Zeit in Deutschland war viel zu kurz.
Aber in diesen wenigen Monaten durfte er erfahren, wie es sich anfühlt, geliebt, umsorgt und beschützt zu werden.

