Mein Mann und ich sind Pflegestelle für SALVA und nachdem unser Pflegehund Snow eine neue Heimat gefunden hat, waren wir schon nach kurzer Zeit wieder bereit, auf das nächste Abenteuer.
Ich schaute mir stundenlang die vielen Hunde, die SALVA aus dem Ausland gerne vermitteln würde, an. Ich konnte mich nicht entscheiden, also rief ich bei Martina Henning an und fragte, wer da denn dringend raus müsste. Wir bekamen dann Bilder von Toffee zugeschickt.
Toffee hat uns gleich sehr berührt. Sie hat fast ein Jahr irgendwo in den Bergen von Bulgarien überlebt und dabei nichts gutes von den Menschen erfahren. Das Tierheim von Eli hat sie zum Glück bei sich aufgenommen und ihr die nötige Sicherheit geben können. Sie hatte so viele Ängste, verkroch sich in ihrer Hütte und verweilte einige Zeit wie unsichtbar. Es fanden sich keine Interessenten für sie.
Ich war sehr traurig darüber, aber zugleich auch sehr motiviert, diesem Hund zu zeigen, dass es auch ein anderes, ein besseres Leben für sie gibt. Ein Zuhause, wo man geliebt wird.
So kam sie am 11.10.2025 um 01.30 Uhr, nach einer 36 Stunden langen Fahrt, hier in Norddeutschland an.
Sie wurde zunächst intensiv geduscht, gereinigt und mit leckerem Essen verwöhnt. Ich habe die nächsten Tage neben und bei ihr geschlafen und alle zwei bis drei Stunden sind wir nach draußen gegangen.
Sie hatte die ersten Tage grosse Probleme sich zu lösen und litt darunter. Auch im Haus war alles ganz schrecklich für sie. Der Ehemann, die Treppe, die Haustür und noch vieles mehr. Sie hielt sich nur in der unteren Etage unseres Hauses auf, ich blieb natürlich die ganze Zeit an ihrer Seite.
Hatten wir Besuch, verkroch sie sich sofort in ihrer Hundebox. Das war der einzige Ort, wo sie sich einigermaßen sicher fühlte. Dort kam sie erst wieder raus, wenn der Besuch gegangen war.
Mit der Zeit wurde sie zugänglicher und gewann immer mehr Vertrauen zu uns. Andere Menschen blieben ihr aber weiterhin nicht geheuer, sie fühlte sich aber sehr zu anderen Hunden hingezogen.
Ich habe mich daraufhin einer Hundegruppe angeschlossen, die einen grossen Freilauf hat und man sich treffen kann. Das war ein toller Einfall. Toffee hat sofort den Schalter umgelegt und hat mit vielen anderen Hunden dort getobt, ist gerannt und einfach ihren Spass genossen. Ich war so glücklich und sie auch. Zu den Menschen fehlte aber weiterhin das Vertrauen.
Es liegt noch viel Arbeit vor uns und daher haben wir nun beschlossen, Toffee gehört ab sofort zu unserer Familie.
Wir haben sie so sehr ins Herz geschlossen und möchten unseren Weg gemeinsam mit ihr weitergehen.
Wir rufen Toffee jetzt Fee, weil sie so bezaubernd und sanft ist. Auf Fee hört sie auch besser, immerhin ein weiterer Fortschritt in ihrem noch jungen Leben, und die anderen noch fehlenden Fortschritte werden wir auch noch verbessern. Wir sind uns da ganz sicher.
Wir danken Eli aus Bulgarien für das Hinschauen und das Retten der Vierbeiner, sowie dem gesamten SALVA Team für ihre hervorragende Arbeit.
Gruß aus Buxtehude senden,
Fee – Sylvia – Jon

