Manchmal sind es gerade die kürzesten Begegnungen, die die tiefsten Spuren hinterlassen.
Unsere kleine Flor, gerade einmal vier Jahre alt, durfte erst vor wenigen Tagen in Deutschland ankommen. Auf ihrer Pflegestelle wurde sie mit offenen Armen und ganz viel Liebe empfangen. Ihre Leishmaniose war bekannt – und wir waren bereit, diesen Weg gemeinsam mit ihr zu gehen. Die Voraussetzungen schienen hoffnungsvoll, und wir alle glaubten daran, dass Flor eine Zukunft haben würde.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne.
Innerhalb weniger Tage verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. Ihre Nieren versagten vollständig. Flor wollte leben, sie wollte kämpfen – und wir kämpften an ihrer Seite. Es wurde alles getan, was möglich war. Ihre Pflegestelle wich ihr keine Minute von der Seite, versorgte sie Tag und Nacht medizinisch, wachte über sie und schenkte ihr unendlich viel Liebe und Geborgenheit.
Am Ende mussten wir schweren Herzens erkennen, dass Liebe und Fürsorge allein nicht immer ausreichen. Der Moment war gekommen, in dem wir Flor den letzten Dienst erweisen mussten: sie in Frieden gehen zu lassen.Wir sind unendlich traurig. Gleichzeitig sind wir dankbar, dass Flor ihre letzten Tage nicht allein verbringen musste. Sie durfte erfahren, dass Menschen sie liebten, für sie kämpften und bis zum letzten Atemzug an ihrer Seite blieben.
Ade kleine Flor. Du warst nur kurze Zeit bei uns, aber du wirst für immer einen Platz in unseren Herzen haben. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Pflegestelle, die alles gegeben hat und Flor mit unendlicher Hingabe begleitet hat.




